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Klinische Studien in CECAD

Vielversprechende neue Diagnostik bei invasiven Pilzinfektionen
Neue diagnostische Testverfahren zur Erkennung von invasiven Pilzerkrankungen geben chronisch Erkrankten wie Diabetikern oder Leukämie-Patienten eine neue therapeutische Perspektive. Schimmelpilze lösen bei Patienten mit einem erheblich geschwächten Immunsystem bislang kaum und nur mit hohem Risiko zu diagnostizierende Infektionen z.B. des Gehirns oder Lungenentzündungen aus. Ein bundesweites Wissenschaftler-Team um Prof. Dr. Oliver Cornely vom Exzellenzcluster CECAD an der Universität zu Köln und der Uniklinik Köln gelang 2014 mit pilzreaktiven T-Zellen der Durchbruch für ein neues Testverfahren.

FLY – Fatigue bei Lymphom
Erschöpfung und kognitive Einschränkungen sind unerwünschte Wirkungen von Krebstherapien, die bis zu zwei Drittel aller Patienten betreffen. Die meisten Studien, die sich damit beschäftigen, nutzen Daten, die auf subjektiven Einschätzungen beruhen.
Im Rahmen des FLY-Projekts soll ein Überblick über physiologische und molekulare Aspekte der Krebstherapie gewonnen werden, die zu den oben genannten Symptomen führen.
Dazu werden in der Studie EEG-Messungen und Blutanalysen mit subjektiven Methoden kombiniert, um Therapiemöglichkeiten zu optimieren.

CLUD-Pilot – Technische Innovation: Katherlose Harnblasendruckmessung
Eine überaktive Blase (OAB) ist ein urologisches Syndrom, das bis zu 25,6% der Männer und 17,4% der Frauen in Europa betrifft und stark belastend für die Patienten ist. Routinemäßige urodynamische Tests haben leider nur eine kurze Messzeit von 20-30 Minuten.
Um die Diagnostik zu verbessern und präzise Therapien verordnen zu können, hat eine Arbeitsgruppe der Klinik und Poliklinik für Urologie in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Chemnitz eine Kapsel für Langzeit-Messungen (Wi-Ca) entwickelt.
WiCa wird in die Blase eingelegt. Dort erfolgt eine kontinurierliche Harnblasendruckmessung über 3 Tage. Ziel dieser Methode ist es u.a. Nebenwirkungen von antimuskarinen Medikamenten vermeiden zu können und neue Therapiemöglichkeiten für OAB-Patienten zu entwickeln.
Das Projekt repräsentiert richtungsweisende Innovation und Fortschritt für minimal-invasive Diagnostik Inkontinenz-assoziierter Pathophysiologien. (Wille et al. PloS One 2014)

Extrakorporale Entfernung von Fms-Like Tyrosine Kinase 1 bei Präeklampsie
Präeklampsie ist eine Komplikation während der Schwangerschaft, die unbehandelt mit einer hohen Morbidität bei Mutter und Kind einhergeht. Das lösliche Eiweiß ,fms-ähnliche Tyrosinkinase 1 (sFlt-1)´ soll einen Präeklampsie ähnlichen Phänotyp in experimentellen Modellen induzieren und ist im Blut von Präeklampsie-Patientinnen mit erhöhten Werten nachweisbar (Levine et al., 2004). Die Arbeitsgruppe um Prof. Benzing konnte zeigen, dass durch extrakorporale Apherese-Verfahren in einem frühen Präeklampsie-Stadium, das zirkulierende sFlt-1 herabgesetzt werden kann. Dadurch könnte es gelingen, die Schwangerschaft ohne offensichtliche Nebenwirkungen für Mutter und Kind zu verlängern (Thadhani et al., 2011).

Prof. Dr. Oliver A. Cornely
Head of Translational Platform, Principal Investigator, Clinical Trials Center Cologne (CTCC)
Tel.  +49 221 478 85523
oliver.cornely[at]uk-koeln.de

Department of Internal Medicine I, ZKS
Uniklinik Köln
Kerpener Str. 62
50937 Köln
Profile Page

Oliver A. Cornely
Facts & Figures
  • Anzahl der translationalen Projekte: 39
  • Anzahl der kooperierenden Institute: 19
  • (Stand: 09/2013)

Figures

Figure 1
Figure 2
Figure 3
Figure 4

Figure 1: Histology of a spleen sample with fungal infiltration (Mucorales)

Figure 2: Chest CT scan with typical infiltration indicative for invasive mold infection

Figure 3: Cystoscopy with WiCa

Figure 4: Prototype: WiCa