English
German

Jan-Wilhelm Kornfeld übernimmt Professur in Odense

25.09.2017 | Kategorie: TopNews

Jan-Wilhelm Kornfeld forscht seit 2013 als CECAD-PI und leitet eine Nachwuchsgruppe am Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung, welche vom Emmy-Noether Program der deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Europäischen Forschungsrat (ERC) gefördert wird. Jetzt nutzt er dieses Sprungbrett und übernimmt eine Professur in der dänischen Universitätsstadt Odense.

Für seine Forschung beschäftigt er sich vor allem mit den Teilen unseres Erbguts, die nicht für die Herstellung von Proteinen dienen. Nur etwa 1,2% unseres Genoms werden dafür direkt genutzt. Lange hielt man diese nicht-kodierende RNA für zellulären „Müll“, der nicht gebraucht würde. Die Forschung hat aber zeigen können, dass diese Abschnitte des Erbguts eine wichtige Rolle in der Regulation der Gene spielen. „Wir stehen gerade noch am Anfang der sogenannten „nicht-kodierenden“ Revolution,“ so Kornfeld. So konnte er mit seiner Forschung in Köln bereits zeigen, dass nicht-kodierende RNAs auch eine wichtige Rolle bei Übergewicht und der Entstehung von Typ-2-Diabetes spielt. 

Jan-Wilhelm Kornfeld studierte zunächst Biochemie in Hannover, promovierte in Wien und Kiel und arbeitete anschließend als Postdoc im Labor von Prof. Jens Brüning am Institut für Genetik der Universität zu Köln. Ein Abschied aus Köln war nicht so schnell geplant: „Manchmal geht es eben schneller als gedacht“, verrät Kornfeld mit einem Schmunzeln. Die neue Stelle in Dänemark tritt der Nachwuchsgruppenleiter zum 01.01.2018 an. Gefördert wird die Stelle von der Danish Diabetes Academy (DDA), welche von der Novo Nordisk Stiftung gefördert wird. „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung. Die Universität hat eine der größten Unikliniken Nordeuropas, bietet ein dynamisches Forschungsumfeld und liegt direkt am Meer – der Kite-Surfkurs ist auch schon gebucht!“, so Kornfeld.

„Wir gratulieren Jan-Wilhelm Kornfeld herzlich zu seiner neuen Professur in Dänemark. So sehr wir persönlich seinen Weggang bedauern, erfreut es uns trotzdem, dass Wissenschaftler das CECAD und das Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung erfolgreich als Sprungbrett zu höheren Aufgaben nutzen können,“ so Prof. Jens Brüning. „Wir wünschen Jan-Wilhelm alles Gute für seine weiteren privaten und wissenschaftlichen Werdegang.“